Es war einmal …

…. vor nicht allzu langer Zeit, da nahmen die Fotografen immer dann eine Polaroid-Kamera in die Hand, um bei einem Foto-Shooting das zu fotografierende Motiv anhand eines sofort verfügbaren Fotos zu bewerten. Anhand der Polaroid-Aufnahme konnte man so sehr schnell das Arrangement und die Lichtverhältnisse (auch die Lichtsetzung im Studio) sowie die Kameraeinstellungen überprüfen. Die beabsichtigten Aufnahmen mit der analogen Kamera (im Kleinbild-, Mittel- oder Großformat) standen ja erst nach Entwicklung des Filmmaterials und Ausbelichtung auf Fotopapier (zumindest als Kontaktabzug) zur Verfügung.

Und heute – heute gibt es Digitalkameras, die dem Fotografen sofort das Ergebnis auf dem Display der Kamera anzeigen oder auch mit nur kurzer Verzögerung am Monitor eines Computers. All die modernen “Gadgets” wie Digitalkameras, WLAN, Laptops, Tablet-PCs etc. unterstützen die unmittelbare und detaillierte Bewertung der Fotos auch on Location. – Also kein Bedarf mehr an Polaroid-Kameras – eine Digitalkamera ist eben auch eine “Sofortbildkamera”.

Mitunter ist es wieder so, dass bei einem Shooting zwei grundverschiedene Kamerawelten zum Einsatz kommen. Ein Polaroid-Shooting ist mittlerweile ein recht teures Vergnügen, jede Aufnahme kostet je nach Filmtyp mehrere Euro. Eine missglückte Aufnahme kann man zwar grundsätzlich auch “löschen” (sprich vernichten) und auch bei Bedarf neu machen – doch eben nur für teures Geld. Also behilft man sich wieder eines zweiten Kamerasystems – erst eine Aufnahme mit der Digitalkamera, dann Arrangement, Licht und Kameraeinstellungen überprüfen und bewerten, und schließlich wird die “kostbare” Polaroid-Aufnahme gemacht.

Bei meinem letzten Polaroid-Shooting (http://blog.ehrlicher.de/archive/1915) wurden daher auch einige Aufnahen mit der DSLR (digitalen Spiegelreflexkamera) gemacht. Und natürlich ist auch diese Fotografie nicht nur “Knipsen”, sodass durchaus ein paar herzeigbare Fotos herausgekommen sind – was aber natürlich vor allem dem wunderbaren Model “Amélie Rôdeur” zu verdanken ist.

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Amélie Rôdeur im Oktober 2015

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