Stefanie on Polaroid

Vor ein paar Tagen hatte ich endlich mal wieder die Gelegenheit, ein Polaroid-Shooting mit einer attraktiven, jungen Frau durchzuführen. Die wunderbare Stefanie war bereit, sich auf dem kostbaren Filmmaterial (Fujifilm FB-3000B) verewigen zu lassen.

Bei den letzten Polaroid-Shootings hatte ich immer die Polaroid 195 SE genutzt. Dieses Mal griff ich zur Polaroid 180, da ich für diese Kamera umfangreiches Zubehör besitze. So kamen dann auch bei einigen Fotos das Portrait Kit und das Close-Up Kit zum Einsatz.

Die Kamera: Polaroid Land Camera Model 180 mit Zubehör im Koffer

Zum Zubehör gehören:

  • Polaroid Portrait Kit #591
    • Polaroid Portrait Attachment #591
    • Polaroid Portrait Lens #591
    • Polaroid 4S Flash Light – Reducer
  • Polaroid Close-Up Kit #593
    • Polaroid Close-Up Attachment #593
    • Polaroid Close-Up Lens #593
    • Polaroid 4S Flash Light – Reducer
  • Polaroid Filter Kit #595
    • Polaroid Cloud Filter for Black & White Film #596
    • Polaroid UV Filter #597
    • Polaroid Lens Shade #598
  • Polaroid Cable Release #191
  • Polaroid Self Timer #192
  • Polaroid Cold Clip #193
  • Polaroid Flash Gun #280
  • Polaroid Exposure Meter #628
  • Polaroid Leather Carrying Case #328

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Und hier sind nun die Fotos von Stefanie:

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Stefanie im Juli 2017

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Ein neues Schätzchen

Eine Polaroid Land Camera Model 110A “Pathfinder” hat vor ein paar Tagen den Weg in meinen Besitz gefunden:

Zu der Kamera gehören ein schöner, robuster Lederkoffer von Polaroid sowie diverses Zubehör: 3 Nahlinsen (Close-Up Lens Plus 1 / 2 / 4) in einer edlen Lederbox mit integriertem Maßband zum Ausmessen des Fokusabstandes und mit Angabe der verschiedenen Schärfebereiche sowie ein Polaroid Belichtungsmesser, der sich an der Oberseite der Kamera befestigen lässt.

Ebenso habe ich passend zur Kamera zwei Polaroid Rollfilme Type 47 (schwarz-weiß, 3000 ASA, 8 Aufnahmen) erstanden. Allerdings tragen die Verpackungen den nicht unbedingt Hoffnung machenden Hinweis: “USE BEFORE NOV 1977″.

Da die Filme im Regal nur einen geringen Nutzen aufweisen (zur Dekoration reicht ja zur Not auch eine leere Verpackung), lag es also nahe, den Versuch zu wagen, einen Film in die Kamera einzulegen und ein Foto damit zu schießen. Meine Erwartungshaltung war doch eher gering – was sollte man auch von einem Film erwarten, dessen Haltbarkeitsdatum seit nahezu 40 Jahren abgelaufen ist. Aber ein Joghurt verdirbt ja auch nicht direkt nach dem aufgedruckten Datum – wer weiß, vielleicht geschieht ja doch das Unerwartete.

Nachdem ich mir über das Internet ein Handbuch zur Kamera besorgt hatte (ich wollte ja nicht schon beim Einlegen des Filmes die Hoffnung auf ein Foto durch eine falsche Handhabung zerstören), machte ich mich auch direkt an den Versuch. Das Einlegen des Filmes war somit schnell erledigt. Für die Belichtungsmessung habe ich allerdings einen neuen, hochmodernen Belichtungsmesser genutzt, da der zugehörige Belichtungsmesser offensichtlich keine Funktion mehr aufweist.

Ein attraktives Motiv war auch schnell gefunden. Also Belichtung messen, Blende und Zeit einstellen, Bildausschnitt wählen, über den Messsucher scharfstellen … und auslösen! Jetzt nur noch den Film aus der Kamera ziehen und die Aufnahme vom Rest des Films in der Kamera abreißen. 15 Sekunden warten und dann die Blätter voneinander trennen.

Und hier das ist das Ergebnis – meine allererste Aufnahme mit der “Pathfinder”:

Petra im März 2017

Es ist der Wahnsinn. Ein Film, der eigentlich seit rund 40 Jahren das Zeitliche gesegnet haben sollte, erwacht zu neuem Leben. Ich bin überaus begeistert. Nun muss ich mir sehr gut überlegen, welche Motive die Ehre haben sollen auf die verbleibenden 7 Aufnahmen (und die weiteren 8 des zweiten Films) gebannt zu werden.

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Ein Albtraum

Im Moment erlebt die Welt der analogen Sofortbildfotografie einen Albtraum von ungeheurem Ausmaß.

Die Schwarz-Weiß-Fotografie mit Trennbildfilmen („Peel-Apart-Film”) vom Typ 100 für Polaroid-Kameras stirbt einen unausweichlichen und qualvollen Tod. Wunderbaren Kameras, wie z. B. der Polaroid 180 oder 195 SE oder der legendären 600 SE wird das Grundnahrungsmittel entzogen. Der letzte verfügbare Schwarz-Weiß-Film, der Fujifilm FP-3000B wird nicht mehr produziert. Im Moment können im Internet noch Restbestände zu horrenden Preisen und mit bereits abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) erworben werden. Doch die Tage sind gezählt.

Ja, die Nachricht ist nicht neu – es ist wohl schon seit Ende 2013 bekannt, dass der letzte Produzent dieses wunderbaren Materials beschlossen hat, der Polaroid-Fangemeinde ein Brotmesser in die Brust zu rammen und solange am Griff zu rütteln, bis der Griff abbricht. Leider ist die Information in dieser Zeit an mir vorübergegangen. Bedauerlicherweise hatte ich in den vergangenen 2 Jahren nur äußerst selten die Zeit mit meinen geliebten Kameras zu arbeiten, und für die wenigen Gelegenheiten reichte mein kleiner Restbestand an Filmen noch aus. Nun wollte ich gerade wieder meine Polaroid-Fotografie intensivieren und mir daher neues Filmmaterial bestellen. Und dann das: Kaum noch Anbieter zu finden! Nur noch „abgelaufene“ Filme! Immens hohe Preise! Sehr schnell wurde mir klar, dass der vorhandene Mangel nur eines bedeuten kann: Es wird eng! Verdammt eng!

Eine schnelle Internetrecherche brachte auch direkt das Befürchtete zutage. Fujifilm produziert den geliebten Film nicht mehr. Nie mehr! Aus und vorbei!

Um ehrlich zu sein, da das, was in irgendwelchen Foren und Blogs zu lesen ist, ja nicht immer stimmen muss, habe ich natürlich meine Recherchen ausgeweitet. Auf der deutschen Herstellerseite ist der Film noch beschrieben und kein Hinweis auf einen Produktionsstopp zu lesen (Stand heute): http://www.fujifilm.eu/de/produkte/analoge-fotografie/film/ und http://www.fujifilm.eu/de/produkte/analoge-fotografie/p/fp-3000b-1/

Da keimte doch so kleines Pflänzchen Hoffnung in mir auf. Ich fand sogar eine Ansprechstelle (http://www.fujifilm.eu/de/ueber-uns/firmenprofil/fujifilm-company-sites/fujifilm-Imaging-systems/) und eine Telefonnummer. Nun da am Sonntag in großen Unternehmen in der Regel niemand zu erreichen ist, musste ich einen ganzen Tag warten, bis ich den nächsten Level der bitteren Erkenntnis erreichen sollte. Und so habe ich heute mit einem freundlichen Herren von Fujifilm Deutschland gesprochen. Dieser bestätigte das Befürchtete: Das endgültige Aus für den FP-3000B! Mit aufrichtiger Anteilnahme in der Stimme konnte er mir wenigstens zusichern, dass der Farbfilm FP-100C wohl noch weiter produziert werden soll und ein Produktionsstopp derzeit nicht beabsichtigt sei. Ein nur sehr kleiner Trost – und ein gewaltiges Damoklesschwert zugleich, denn der FP-100C ist somit der letzte Film für Polaroid-Kameras vom Typ 100 – quasi die letzte Lebenserhaltungsmaschine für diese Kameras. Und wenn der Stecker dieser Herz-Lungen-Maschine gezogen wird, dann kommt der Tod unausweichlich und sehr schnell!

Wie heißt es doch: Totgeglaubte leben länger! … und …. Nichts ist unmöglich! … Stimmt! Da gibt es doch diese wunderbare Firma in in Enschede den Niederlanden, die sich der “unmöglichen” Aufgabe verschrieben hat, die die Polaroid-Fangemeinde mit Filmen zu versorgen: „The Impossible Project“ (https://www.the-impossible-project.com/)

Da ich heute schon mal den Telefonhörer zur Hand hatte – warum also nicht gleich noch ein Telefonat führen und mal höflich anfragen, ob es vielleicht aufgrund der bestehenden Misere Absicht ist, einen Schwarz-Weiß-Trennbild-Film zu produzieren. Wieder hatte ich einen sehr höflichen und verständnisvollen Mann am Ohr. Doch leider war die Geschichte, die er mir berichtete nicht wirklich erheiternd. Es ist wohl so, dass Polaroid die letzte Produktionsstätte für solche Filme in Mexiko hatte und dass diese nach dem bitteren Ende des Unternehmens vollends verschrottet wurde. Somit stehen dem Impossible Project keine geeigneten Produktionsanlagen zur Verfügung. Auch die Anlagen von Fujifilm seien wohl für Impossible unerreichbar (nähere Gründe kannte der Mann nicht – scheinbar doch “impossible”). Somit besteht auch hier keine Chance, dass ein geeigneter Ersatzfilm jemals das Licht der Welt durch ein Polaroidkameraobjektiv erblicken wird.

Meine Kameras werden sich um die letzten Aufnahmen streiten müssen.

Im Koffer eine Polaroid 180, daneben eine 195 SE und davor eine 600 SE – und unter ihnen, eines der letzten Päckchen Futter!

Und hier sind ein paar Fotos (die ich bereits hier in meinem Blog gepostet hatte) mit dem Fujifilm FP-3000B:

Stillleben (aufgenommen mit der Polaroid 180 im April 2012; gepostet am 18.03.2013; http://blog.ehrlicher.de/archive/680)

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Anna-Christina in der Dusche (aufgenommen mit der Polaroid 195 SE im Februar 2014; gepostet am 08.02.2014, http://blog.ehrlicher.de/archive/1489)

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Julie #2 (aufgenommen mit der Polaroid 195 SE im Februar 2014; gepostet am 16.02.2014; http://blog.ehrlicher.de/archive/1510)

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Für die Vitrine

Heute haben am Antikmarkt in Tongeren/Belgien (der dort jeden Sonntagvormittag stattfindet) zwei Schätzchen den Weg in meine kleine Sammlung historischer Kameras gefunden.

Eine Holzplattenkamera im Fotoformat 13 * 18 cm mit einem Objektiv Tessar 1:6,3 f=21cm von Carl Zeiss Jena. Leider befinden sich auf dem Kameragehäuse keinerlei Hinweise auf den Hersteller und das Baujahr.

Und eine kleine Balgenkamera: Eine Ernemann Rolf 1 (Dresden, Baujahr zw. 1922 – 1925) für Rollfilm Typ Nr. 127.